Archive for September, 2006

Von der Arbeit mit Tieren

Donnerstag, September 21st, 2006

Die letzten zwei Tage und Nächte habe ich noch per mails und Telefonaten mit meiner Verkegerin an Details getüftelt, die Schriftgröße verändert, Überhänge gekürzt, aber nun bin ich froh und glücklich: Mein Buch ist fertig! Es kann die nächsten Wochen bereits in den Druck gehen. Hier ist der Anfang einer Geschichte bei der es um die Arbeit mit Tieren im Film geht:
D
ie Arbeit mit Tieren vor der Kamera ist fürwahr nicht einfach. Zum einen stehlen sie einem immer die Show, zum anderen sind sie manchmal obendrein auch noch gefährlich. Ich drehe zur Zeit eine Gastrolle in einer Serie, in der die Hauptrolle von einem Affen gespielt wird. Wie soll man dagegen ankommen? Der Bursche hat Sympathiewerte, die ich im Leben nicht erreichen kann. Alles, was er macht, ist niedlich und witzig. Er ist ein Naturtalent und er wirkt, als könnte er kein Wässerchen trüben, springt herum in seinem quietsch-orangefarbenen Hemdchen und bricht die Herzen aller. In Wahrheit ist er ein wildes Tier. Er ist so gefährlich, dass ich unterschreiben musste, ihm nicht zu nahe zu kommen, ihn nicht zu berühren, ja ihn nicht einmal anzusehen. Der ist ärger als Marlene Dietrich!
Wenn sie einen zu fassen kriegen, reißen Schimpansen in freier Wildbahn einem Artgenossen aus einem anderen Rudel auch gerne mal einen Arm oder ein Bein aus….

Eine wohlige Erinnerung

Montag, September 18th, 2006
Ich hing zwischen den Sternen
ließ Beine und Seele baumeln
trank roten Wein aus goldenen Kelchen
und spielte mit Gott Backgammon.
Ich wollte ihn gewinnen lassen
Schließlich war er eine Persönlichkeit
und ich hatte irgendwie Ehrfurcht vor ihm
Aber er hatte Pech beim würfeln und verlor.
Er war ein guter Verlierer
zog sich mit einem warmen Lächeln zurück
hinterließ den Duft von Zimt und Orchideen
und eine wohlige Erinnerung.

Thomas Morris

Das Land aus dem das Schnitzel kommt

Mittwoch, September 13th, 2006

In meiner Straße sind die Ladenbesitzer äußerst kreativ. Ständig werden Geschäfte und Restaurants geschlossen, um sie kurz darauf wieder unter neuem Namen und mit neuer Idee zu eröffnen. Die Tatsache, dass die meisten von ihnen trotzdem (oder gerade deshalb) nicht laufen, scheint niemand abzuschrecken. Gerade hat der Inder, der hauptsächlich Göcleme und Döner verkaufte und davor vegetarisches Restaurant, und wieder davor Araber war neu aufgemacht. Wochenlang wurde renoviert. Ein Schild kündigte an: hier entsteht ein typisches Bangla-Restaurant. Wir servieren Spezialitäten aus dem Golf von Bangladesh. „Interessant,“ dachte ich mir. „Das kenn ich noch nicht. Was muss ich mir darunter vorstellen?“
Nun, seit wenigen Tagen weiß ich es. Das Lokal ist fertig renoviert und neu eröffnet. Über dem Portal steht nun in fetten bunten Lettern:
Garmeen – Bangla-Küche – Schnitzel & more
Was soll ich da sagen… außer: „Viel Erfolg!“

Unsere Besten

Samstag, September 9th, 2006

Mein lieber Kollege Christian Fenner schreibt gestern auf seiner Seite Marketing für Schauspieler , dass Jenny Elvers-Elbertzhagen ihm tags zuvor eine eMail schickte. Hier ein Ausschnitt: "…das ZDF ist auf der Suche nach den besten deutschsprachigen Schauspielern und hat die Aktion "Unsere Besten - Die besten  Schauspielerinnern" gestartet. Jenny ist natürlich nominiert und jetzt ist es an euch für sie zu voten!! So geht´s: Teilnehmen kann man per Postkarte an das ZDF, "Unsere Besten  Lieblingsschauspieler", 55111 Mainz, online oder in der aktuellen Hörzu. Jeder Teilnehmer hat pro Wahlweg nur eine Stimme…" Schreibt Jenny.
Christian rät allen Schauspielern, für sich selbst zu wählen, damit auch mal andere als die üblichen Verdächtigen ins Gespräch kommen. Gute Idee Christian, aber auf diesem Wege bekommen wir doch alle nur eine Stimme!? Das bringt uns doch auch nicht weiter. Deshalb: wählt alle mich! Also, Thomas! Ich hab’s aber so was von verdient! Und bei den weiblichen Mimen natürlich Jenny. Wenn eine es verdient dann sie. Ehrlich. Ich hab sie zwar noch nie spielen sehen, aber sie war doch mal mit dem Heiner zusammen und das ist doch auch was. Dafür allein hätte sie schon irgendwas fürs Lebenswerk verdient. Oder nicht? Also, votet alle für Jenny und Thomas! Wir würden uns so freuen! Danke! Auch im Namen von der Jenny!

Krautwood!?

Samstag, September 2nd, 2006

Gestern sah ich im ZDF einen Beitrag über NOLLYWOOD, Nigerias boomende Filmindustrie. Bislang wusste ich gar nicht, dass Nigeria eine Filmindustrie hat, geschweige denn, dass sie einen eigenen Namen hat. Die produzieren mehr als 4000 Filme im Jahr! Warum hat der Deutsche Film keinen eigenen internationalen Namen, wie etwa Gollywood, oder Dollywood – was vielleicht nicht so gut ist, weil es an das Klon-Schaf Dolly erinnert. Oder Krautwood!? Ich finde Krautwood diskussionswürdig. Was mir dabei aber einfällt ist eine Geschichte aus meinem neuen Buch GANZ WEIT DRAUSSEN, die von einem Inder handelt der von Bollywood geflohen war, um nach Deutschland zu gehen, und letztlich doch in Hollywood landete. Die Geschichte heißt: WIR SIND SEHR ZUFRIEDEN!
Mittlerweile hat eben jener Mann, Hamid, eine neue Karriere eingeschlegen. Er hat ein indisches Restaurant in Berlin-Westend eröffnet, dass zu den besten Berlins zählt. Ich kann es nur wärmsten ermpfehlen.