Von der Arbeit mit Tieren
Donnerstag, September 21st, 2006Die letzten zwei Tage und Nächte habe ich noch per mails und Telefonaten mit meiner Verkegerin an Details getüftelt, die Schriftgröße verändert, Überhänge gekürzt, aber nun bin ich froh und glücklich: Mein Buch ist fertig! Es kann die nächsten Wochen bereits in den Druck gehen. Hier ist der Anfang einer Geschichte bei der es um die Arbeit mit Tieren im Film geht:
Die Arbeit mit Tieren vor der Kamera ist fürwahr nicht einfach. Zum einen stehlen sie einem immer die Show, zum anderen sind sie manchmal obendrein auch noch gefährlich. Ich drehe zur Zeit eine Gastrolle in einer Serie, in der die Hauptrolle von einem Affen gespielt wird. Wie soll man dagegen ankommen? Der Bursche hat Sympathiewerte, die ich im Leben nicht erreichen kann. Alles, was er macht, ist niedlich und witzig. Er ist ein Naturtalent und er wirkt, als könnte er kein Wässerchen trüben, springt herum in seinem quietsch-orangefarbenen Hemdchen und bricht die Herzen aller. In Wahrheit ist er ein wildes Tier. Er ist so gefährlich, dass ich unterschreiben musste, ihm nicht zu nahe zu kommen, ihn nicht zu berühren, ja ihn nicht einmal anzusehen. Der ist ärger als Marlene Dietrich!
Wenn sie einen zu fassen kriegen, reißen Schimpansen in freier Wildbahn einem Artgenossen aus einem anderen Rudel auch gerne mal einen Arm oder ein Bein aus….
