love, peace and happiness
Samstag, Dezember 30th, 2006Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins Neue Jahr! Möge es uns Liebe, Frieden, Harmonie, Erfolg und geduldiges Miteinander bringen!
Love, peace and happiness to all of you!
Thomas Morris
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Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins Neue Jahr! Möge es uns Liebe, Frieden, Harmonie, Erfolg und geduldiges Miteinander bringen!
Love, peace and happiness to all of you!
Thomas Morris
Sie fragte mich, was ich mir zu Weihnachten wünschte, und ich sagte: »Nichts«, denn ich dachte sofort an einen materiellen Wunsch und ich hatte keinen. Ich war in der Situation alles zu besitzen, was ich so brauchte … nicht, dass ich mich nicht über eine Zigarre oder eine Flasche Wein gefreut hätte, aber ich konnte nicht sagen, dass ich mir etwas Spezielles wünschte, so wie ich es etwa als Kind getan hatte.Später, als ich allein war, fiel mir ein, dass ich mir doch etwas wünschte. Aber es war schwer zu erfüllen, weil es nicht käuflich war. Man konnte nicht am 23. Dezember in einen Laden laufen, die Kreditkarte auf den Tisch knallen und sagen: »Packen Sie es als Geschenk ein!«Ich wünschte mir von jedem Menschen Liebe, Offenheit und Ehrlichkeit, Wachsamkeit und Interesse an den Geheimnissen des Lebens. (Nein, ich war nicht betrunken, nur leicht angeheitert). Ich wünschte mir, dass man einander zuhören würde, mit Freude und Neugierde, und ich wünschte mir mehr Staunen, mehr Lechzen nach Wissen und mehr Vertrauen. Vertrauen in sich selbst und in Gott.
Ich weiß, dass dieser Wunsch schwer zu erfüllen ist, aber ich werde nicht aufhören ihn auszusprechen, solange wir Weihnachten feiern.
Stille. Ruhe. Keine Worte mehr. Nur Zufriedenheit. Nacht. Das Fenster offen. Das Herz offen. Bereit. Offen für Veränderung. Keine Aufgaben. Keine Ziele. Keine Wünsche. Sein. Einfach sein. Stille. Offene Stille.
Mir wehte ein eisiger Wind entgegen, als ich nach draußen trat. Ich schloss die Tür des Geschäftes hinter mir und ging auf meinen Wagen zu, der schräg gegenüber, auf der anderen Straßenseite stand. Ich ging sehr vorsichtig, denn auf dem Gehsteig lagen Eis und festgetretener Schnee. Ich hätte gerne meine Hände in den Jackentaschen vergraben, aber der verhärtete Schnee war so glatt, dass man jederzeit damit rechnen musste auszurutschen, und wenn man dann die Hände nicht bereit hatte, um sich abzufangen, fiel man hin wie ein Stück Holz. Mein Atem bildete kleine, weiße Wölkchen vor meinen Augen, die der Wind rasch weiter blies. Kaum eine Menschenseele war zu sehen, als ich auf die Straße trat, die sonst stark befahren war. »Das liegt wohl an der Kälte«, dachte ich. »An dieser gottverdammten Kälte.«
Auszug aus meiner Kurzgeschichte „Diese gottverdammte Kälte,“ die in der Sammlung GANZ WEIT DRAUSSEN ab 13. Januar 07 im Buchhandel erhältlich ist. und hier bereits vorbestellt werden kann.
KKR und Permira übernehmen ProSiebenSat.1 berichtet blickpunktfilm.de: Das Rennen um die Übernahme eines 50,5-prozentigen Anteils an der ProSiebenSat.1 Media AG scheint entschieden: Wie die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf verhandlungsnahe Kreise berichtet, hätten sich die Finanzinvestoren KKR und Permira mit dem Verkäuferkonsortium um Haim Saban heute Nacht auf eine Anteilsübernahme geeinigt. Über den Preis, der im Vorfeld auf rund drei Mrd. Euro taxiert wurde, wurde nichts bekannt. Wie es in dem Bericht weiter heißt, soll die türkische Fernsehgruppe Dogan TV bis zuletzt im Rennen gewesen sein, während der dritte Bieter, die Finanzinvestoren Apax und Goldman Sachs, schon früher ausgeschieden seien. Die Übernahme des 50,5-prozentigen Anteils an ProSiebenSat.1, den das Konsortium um Saban im Sommer 2003 für 525 Mio. Euro erworben hatte, durch KKR und Permira war seit einiger Zeit als die wahrscheinlichste Lösung gehandelt worden und wurde auch vom ProSiebenSat.1-Vorstand favorisiert. Die beiden Finanzinvestoren planen offenbar, die Sendergruppe am Standort München mit der ebenfalls ihnen gehörenden SBS Broadcasting zusammenzulegen. Von ProSiebenSat.1 liegt bislang noch keine Stellungnahme vor.
Lärm vor dem Fenster. Unten steht ein Mann, ein staubsauger-ähnliches Gerät umgeschnallt. Mit einem Schlauch in Händen treibt er Laub vor sich her, wirbelt Staub auf. Ich habe keine Ahnung warum. Er ist voll konzentriert. Es gibt viel Absurdes in einer Stadt wie Berlin zu beobachten. Nicht alles macht Sinn für mich. Aber was soll’s. Wenn es ihn glücklich macht. Er befördert die großen braunen Platanenblätter auf die Straße. Voller Hingabe. Der Wind treibt sie wieder zurück. Egal. Der reinkarnierte Don Quichotte lässt sich nicht so leicht entmutigen. Der Weg ist das Ziel. Was für absurde Dinge die Menschen erfinden, um sich die Zeit zu vertreiben. Ich beobachte ihn eine Weile staunend, schließe das Fenster und mache mich wieder über die Tastatur meines Laptops her. Auch eine abstruse Erfindung. Aber immerhin leiser.
LITTLE MISS SUNSHINE ist einer der wunderbarsten Filme die ich seit sehr langem gesehen habe. Wegen Filmen wie diesen bin ich Schauspieler geworden und will es weiter sein. Ein Film der mich sehr an die Klasse, die Dichtheit von The Squid and the whale erinnert, jedoch mehr Humor hat, positiver und Lebens bejahender ist. Einfache, unprätentiöse, aber verrückte, liebenswerte Charaktere. Eine simple, aber herrlich frisch erzählte Geschichte voller schöner kleiner Details, Zynismus, Witz, Tempo. Wunderbare Schauspieler. So schön kann Kino sein. Ich habe ihn im Original gesehen, was ich englischkundigen Kinofreunden unbedingt empfehlen würde, da die Dialoge sehr fein, sehr gut geschrieben und hervorragend gespielt sind. Angeblich soll aber die deutschsprachige Synchronisation sehr gelungen sein, wie mir Bekannte erzählten. Ansehen! Genießen! Weiterempfehlen!
Ich habe am Wochenende zwei Filme gesehen, von denen ich berichten möchte: Der erste The Departed , der neue Scorsese, war von der Presse gefeiert worden. Journalisten überschlugen sich mit Lob für die Story, die Schauspieler, den Altmeister selbst.
Nun, ich fand die Geschichte gut, weil verworren und schwer durchschaubar, gleichzeitig aber auch etwas resignativ, weil sie im Grunde sagt: alle sind gleich, es gibt keine Guten und keine Bösen, man kann keinem trauen. Das Böse ist überall. Rette sich wer kann. Alles Ratten. Das kommt in Zeiten offener KGB-Morde natürlich sehr brisant rüber.
Wenngleich auch die alte Cop-Gangster-Spitzel-Geschichte nicht neu oder ungewöhnlich ist, so ist es doch gut inszeniert und von Michael Ballhaus sehr fotogarfiert. Die Bilder gefallen. Über die schauspielerische Leistung bin ich anderer Meinung als die Fachpresse. Ich finde Leonardo ganz gut - wenngleich auch nicht so erwachsen und männlich wie viele schreiben. Irgendwie ist er immer noch ein Milchreis, der auf erwachsen macht. Aber er ist okay. Martin Sheen, Alec Baldwin, Matt Damon finde ich ausgezeichnet. Mark Wahlberg hingegen (den ich sonst sehr schätze) ist so eindimensional, als wäre seine Platte hängen geblieben. Immer der gleiche Ton, man meint sogar fast immer wieder der gleiche Text. Für die Rolle des Paten/Agenten war ursprünglich Robert DeNiro angefragt, der aber hatte abgesagt. Schade. Denn er wäre die Idealbesetzung gewesen. Das was - der sonst von mir tief verherte - Jack Nicholson daraus gemacht hat kann ich nicht anders als "verzweifelt" nennen. Er versucht, mit den falschen Mitteln Gefährlichkeit, Unberechenbarkeit darzustellen und wirkt - für mich - meist lächerlich dabei. Over the top. Panne. Komplett Panne. Im Ganzen ist der Film interessant, gut gemacht und ansehbar, aber meiner Meinung nach kein Muss.
Ganz anders hingegen der zweite Film: LITTLE MISS SUNSHINE. Einer der schönsten Filme seit langem. Eine simple aber effektive Geschichte, tolle Figuren, Witz, Humor, Tempo. Aber mehr dazu später. Ich muss jetzt trainieren.