Archive for Februar, 2007

Wasser bis zum Hals

Dienstag, Februar 20th, 2007

Vergangene Woche kollidierte das Greenpeace-Schiff „Artic Sunrise“ mit dem Japanischen Fabrikschiff „Nisshin Maru“ in der Antarktis. Nun beschuldigt das offizielle Tokyo die Umweltschützer das japanische Fabrikschiff mit ihrem viel kleineren Schiff absichtlich gerammt zu haben. Greenpeace wehrt sich dagegen. Man kann verschiedene Videos dazu im Internet finden, ebenso Expertenmeinungen auf Zeitungsseiten lesen.
Meine eigene Meinung dazu lautet: Selbst wenn Greenpeace es wirklich absichtlich getan hätte – was ich nicht glaube – so würde ich trotzdem weiter Unterstützer der weltweit aktivsten Umweltschutzorganisation bleiben, denn ich finde es wichtig, dass sich jemand mit seiner ganzen Energie, seiner ganzen Kraft einer „guten Sache“ verschreibt.
Weiters möchte ich euch alle dazu aufrufen, ebenfalls einen kleinen finanziellen Beitrag zu leisten , um Greenpeace in ihrem Engagement für aktiven Umweltschutz zu unterstützen. Es muss nicht viel sein. Jeder Euro hilft.
Die Meeresspiegel steigen, die Gletscher schmelzen, die zehn heißesten Winter in der Geschichte der Wetteraufzeichnung hatten wir in den letzten zwölf Jahren: der Klimawandel ist mittlerweile für einen Blinden mit Krückstock unübersehbar, aber Regierungen und Industrie beschränken sich wie immer auf leere Worthülsen! Es sind Organisationen wie Greenpeace, die seit Jahrzehnten mit unglaublichem Einsatz, der Hilfe erfahrener Wissenschafter und Experten, und der Unterstützung von denkenden Menschen wie uns das tun, was eigentlich unsere Politiker für uns tun sollten: dafür zu sorgen, dass Gesetze und Umwelt-Abkommen eingehalten und ständig verbessert werden. Es geht um gesunde Nahrung , die uns ernährt, statt uns zu verseuchen. Es geht um eine vernünftige Umweltpolitik, um Energieeffizienz und sauberen Strom. Es geht um ein miteinander, kein Gegeneinander. Klingt alles alt und schlicht und naiv. Ist es aber nicht. Es ist vielleicht unsere letzte Chance. Uns steht das Wasser bis zu den Knöcheln. Und es steigt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Das Wasser steigt. Wenn es uns erst bis zum Hals steht, ist es zu spät. In weiten Teilen Südostasiens steht es den Leuten bereits bis zum Hals. Ist aber weit weg. Von daher….

Kritik 2

Samstag, Februar 10th, 2007

Und noch eine Kritik, diesmal bei Amazon

  Ganz weit draussen - ganz weit vorn!, 8. Februar 2007
Rezensentin/Rezensent:    Angelika Helle
"Schauspieler Thomas Morris nimmt uns Leser mit auf die Reise durch sein Leben der vergangenen 10 Jahre. Er schildert Skurrilitäten & Absurditäten, Banales & Spannendes. Das ganz normale Leben also? Nicht ganz… Denn er erlaubt uns auch einen kleinen, aber durchaus respektvollen Blick durchs Schlüsselloch, wenn er von Begegnungen mit Vertretern seiner Branche, von Dreharbeiten und Schauspielkollegen erzählt. Das ist nicht nur interessant, sondern auch wegen seines ungewöhnlichen Blicks auf die Details äußerst lesenswert."

Danke Frau Helle! 

Kritik

Freitag, Februar 9th, 2007

Auf der Internet-Seite Weltbild.de hat Herr Georg Müller mein Buch als ausgezeichnet bewertet:
Thomas Morris erzählt sehr kurzweilig von Filmdreharbeiten bei denen (fast) alles schief läuft, von fremden Städten und der Arbeit mit gefährlichen Tieren vor der Kamera. Da tauchen neben schwierigen Schauspielerinnen und indischen Models, Billy Wilder und Steven Spielberg, Schamanen, Indianer und eine Weiße-Büffel-Kalb-Frau auf. in New York geht ein Zwerg auf Diebestour und in Wien springt ein Mann vom Dach. Außergewöhnlich. Mal sehr heiter, mal sehr tiefgründig.

Danke Herr Müller! 

Das Glück is a Vogerl

Donnerstag, Februar 8th, 2007

Ich schaltete wie jeden Morgen die Espressomaschine ein, stellte die Milch auf den Herd, ließ meinen Blick aus dem Küchenfenster schweifen, und sah den frischen Schnee im Hof und auf den Dächern. Wie Puderzucker auf einem frischen Kuchen. Dann hielt ich inne. Auf einem der vielen Schornsteine, nur wenige Häuser entfernt stand ein Schornsteinfeger (der in Österreich Rauchfangkehrer heißt aber sonst genau so aussieht) und stieß eine lange Bürste in den tiefen Schlund aus alten Ziegeln. Sein schwarzes Kostüm kam vor dem frisch gezuckerten Hintergrund fabelhaft zur Geltung. Na, wenn das kein Glück bringt, dachte ich. Dann ließ ich cremigen dunkelbraunen Kaffee in eine kleine Tasse laufen, goss Milch dazu und nahm einen Schluck meines köstlichen Morgenelixiers. Die Augen wanderten wieder gen Dächer, schweiften umher. Weg war er. Der schwarze Mann. Aber dann tauchte er plötzlich wieder auf einem anderen Dach auf und begann wieder von neuem mit der Putzaktion. Ein zwei große Schlucke und schon war er wieder weg. Er war flink. Aber „das Glück is a Vogerl“ wie man in Wien sagt. (Oder ein Rauchfangkehrer.) Es flattert einem gelegentlich zu und lässt sich kurz nieder. Wenn man versucht, es festzuhalten, geht es ein. Bei mir hat es sich heute schon kurz blicken lassen. Was will man mehr?
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Dachau berichtet

Freitag, Februar 2nd, 2007

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