„Das Olympische Feuer ist am Freitag in Thailand mit einem Sonderflug aus Indien eingetroffen. Dies gab die thailändische Zeitung "Bangkok Post" bekannt. Das Symbol der Olympischen Sommerspiele 2008 wurde in ein Hotel in der thailändischen Hauptstadt Bangkok gebracht, dort wird die Olympische Flamme von chinesischen Sicherheitskräften bewacht“ berichtet RIA Novosti. Da die Fackel nicht nur von hunderten chinesischen Sicherheitsleuten bewacht, sondern jetzt auch nur noch unter Ausschluß der Öffentlichkeit auf geheimen Strecken getragen wird, ist endlich ein wenig Ruhe in den vorolympischen Betrieb eingekehrt. Damit dies auch so bleibt, wurde die weitere Strecke in wenig abgeändert. Wie mir aus vertraulicher Quelle zugetragen wurde, sollen die nächsten Stationen des Freundschafts- und Friedenslichtes Erdbeerland, Fliesenland und Legoland sein.
Da sowohl die Erdbeeren, als auch die Fliesen und die Legoländer als äußerst zurückhaltend und friedlich gelten wird das chinesische Regime seinen dankbaren Untertanen in den nächsten Wochen wohl endlich wieder Bilder der Freude und des Friedens mit leichter Verzögerung in die beschaulichen chinesischen Wohnzimmer liefern können. Sobald die Fackel in Erdbeerlands Haupstadt Fragola eingetroffen ist, wird unser Korrespondent die neuesten Nachrichten online bereitstellen.

Nun jedoch zu einer weniger freudigen Nachricht: in den letzten Wochen treten sowohl im Internet als auch im Fernsehen vermehrt verwirrte Journalisten, Sportler und Veranstalter auf, die versuchen, zur Olympiade zu fahren!!! Manche Sportler haben sich darauf angeblich bereits jahrelang vorbereitet. Sehr bedenklich! Sollten Sie, lieber Leser, eine solche Person persönlich kennen, dann teilen sie ihr doch bitte vorsichtig mit, dass dies nicht möglich ist. Auch auf die Gefahr hin, als „Klugscheißer“ abgestempelt zu werden: die Olympiade ist kein Ereignis, kein Ort, und ganz sicher nichts wohin man reisen kann, außer vielleicht auf Drogen, oder in tiefer Trance. Denn eine solche Zeitreise kann man im Reisebüro nicht buchen! Eine Olympiade ist nämlich eine Zeiteinheit! Die Griechen bezeichneten die vier Jahre zwischen zwei olympischen Spielen als „eine Olympiade. “ Ich wünsche all den Journalisten und Sportlern die sich als Reisende der Zeit versuchen gutes Gelingen! Und sollte es klappen: bitte lassen Sie es mich wissen.
"Brenzlige Sache: Setzt die Teilnahme an der Olympiade ein Zeichen gegen Demokratie?" fragt selbst die renomierte Zeit am 1. 4. 08 in ihrer online-Ausgabe. Tja, was soll man da antworten? Falls dem so ist, könne wir wahrscheinlich nicht viel dagegen tun, denn wer kann sich einer Olymopiade schon verweigern?