Sie fragte mich, was ich mir zu Weihnachten wünschte, und ich sagte … „Nichts“ … denn ich dachte sofort an einen materiellen Wunsch, und ich hatte keinen. Ich war in der Situation alles zu besitzen was ich so brauchte … nicht, daß ich mich nicht über eine Zigarre oder eine Flasche Wein gefreut hätte … aber, ich konnte nicht sagen, daß ich mir etwas spezielles wünschte, so wie ich es etwa als Kind getan hatte.
Später als ich allein war fiel mir ein, daß ich mir doch etwas wünschte. Aber es war schwer zu erfüllen, weil es nicht käuflich war. Man konnte nicht am 23.Dezember in einen Laden laufen, die Kreditkarte auf den Tisch knallen und sagen: „Packen Sie es als Geschenk ein!“
Ich wünschte mir von jedem Menschen Liebe, Offenheit und Ehrlichkeit, Wachsamkeit und Interesse an den Geheimnissen des Lebens. (Nein, ich war nicht betrunken, nur leicht angeheitert) Ich wünschte mir, daß man einander zuhören würde, mit Freude und Neugierde … ich wünschte mir mehr staunen, mehr lechzen nach Wissen und mehr Vertrauen. Vertrauen in sich selbst und in Gott.
Ich weiß, daß dieser Wunsch schwer zu erfüllen ist, aber ich werde nicht aufhören ihn auszusprechen, solange wir Weihnachten feiern.
Thomas Morris im Dezember 1998