Namaste Nepal!
Am Dienstag und Mittwoch liefen auf ARTE die zwei Teile der Doku „Flug über den Everest .“ Der Film zeigte den italienischen Extremsportler Angelo d'Arrigo, der mit einem Hängegleiter in 9000m Höhe den Everest überflog. Atem beraubende Aufnahmen. Ein schier unmögliches Unterfangen. Aber es gelang, nach langer, aufwendiger und ungewöhnlicher Vorbereitung. Er trainierte monatelang gemeinsam mit nepalesischen Adlern, wollte den Flug über das Dach der Welt mit ihnen gemeinsam vollbringen, aber dazu kam es nicht…
Er stieg von Nepal aus auf, über Lukhla, hoch zum Base Camp. Die gleiche Route, die ich im vergangenen Jahr gegangen bin. Angelo ist aber bis 7800 Meter gekommen (allerdings nach jahrelanger intensiver Vorbereitung.) Ich musste bei 4200m umkehren, nachdem ich 5 Nächte nicht geschlafen hatte. Eine der heimtückischen Auswirkungen von Höhenkrankheit. Die Doku ist für Bergfreunde absolut empfehlenswert und wird am 22. August um 17.20 Uhr wiederholt.
Ich habe soviel wieder erkannt in diesem Film. Mein Herz jubilierte. Ich möchte wieder nach Nepal. Vielleicht schon im nächsten Jahr. Beim nächsten Mal werde ich zuerst zur Akklimatisation in die Region Milke Danda fahren, dem schönsten und reichsten Rhododendrenwald Nepals, die zwischen 2600 und 3000m liegt. Zur Blüte Ende April, Anfang Mai muss dies unglaublich sein. Ich kenne bislang nur Fotos davon, aber die versprechen Großes. Danach möchte ich noch einmal den Aufstieg bis zum Everest Base Camp wagen.
Ich kann jedem Nepal nur wärmstens ans Herz legen. Nie habe ich herzlichere, schönere, freundlichere, bescheidenere Menschen getroffen als in diesem wunderbaren Land. Nie zuvor habe ich soviel Lächeln und Freude gesehen. Wer in Kathmandu absteigt, dem kann ich nur wärmstens das Garden Hotel empfehlen, ein wunderschönes Hotel, mit sauberen Zimmern, großem Garten, Pool und hinreißenden Angestellten. Es ist nicht teurer als das Kathmandu Guest House in das alle gehen, aber idyllischer und ruhiger, und nur wenige hundert Meter von Thamel (dem Zentrum) entfernt.
In meinem Buch GANZ WEIT DRAUSSEN, ist auch ein Lobgesang auf Nepal, „Namaste, Nepal!“ Ich habe versprochen in meiner Heimat von Nepal zu erzählen, und das tue ich so oft ich kann. Besucht Nepal! Es lohnt sich!
Namaste! (=Ich grüße das Göttliche in dir!)

September 11th, 2006 at 11:38 am
Lieber Thomas,
danke für die schöne Geschichte. Leider war ich noch nie dort, jedoch habe ich vieles gelesen und einige Dokus darüber gesehen. Die Freundlichkeit der Menschen scheint bemerkenswert zu sein.
Ich frage mich in Deutschland oft, wo ist das Lächeln auf den Gesichtern geblieben? Warum sind viele Deutsche oft so grimmig? Am Flughafen fällt es mir immer besonders auf, spätestens im Warteraum erkennt man die Deutschen. Ohne zu pauschalisieren frage ich mich jedoch, was sind die Gründe?
An sich ist es angenehm, freundlich zu sein, weil es Geschenke bringt im täglichen Miteinander. An manchen tagen jedoch, wenn um mich herum der “Grimmsinn” tobt, vergeht mir auch die Lust dazu.
Das ist an sich schade. Wenn jemand einen guten Weg gefunden hat, bin ich für Anregungen dankbar.
Sabiene
Februar 14th, 2008 at 12:55 pm
Du hast recht, Nepal ist wirklich sehr schön, solange man nicht zu lange im dreckigen Kathmandu ist. Grüße aus Nepal in die Heimat Sven