You Tube - China

Seit Tagen kursieren Meldungen wonach Organisationen, die die Freiheit Tibets unterstützen von chinesischer Seite mit Viren und trojanischen Pferden bombardiert werden, um sie daran zu hindern, weiter China-unliebsame Meldungen zu verbreiten, denn das Internet ist die einzige – zumindest theoretische – Chance für Chinesen an freie Nachrichten zu kommen. Die „Wiener Zeitung“ berichtete bereits vor Tagen darüber:

Die Unruhen in Tibet zeigen wieder einmal, welche Bedeutung im Zeitalter des Internet "Bürgerjournalisten" erlangt haben. Die chinesischen Behörden versuchen derzeit mit großem Aufwand, Blogs und vor allem die Verbreitung von Videos über die Plattform "You Tube" einzuschränken.

Die modernen Möglichkeiten mobiler Kommunikation sind schwer unter Kontrolle zu bekommen. Sogar Handys mit Videoaufzeichnungen ermöglichen es, unliebsame Botschaften weltweit zu verbreiten. Deswegen filtern, wie die "Herald Tribune" berichtet, die chinesischen Provider derzeit die Videoplattform „You Tube“. Wer sie von China aus aufruft, erhält, so die Zeitung, seit Samstag nur noch leere Seiten. Von Europa aus, erhält man immerhin 147 Video-Berichte über die aktuellen Unruhen.

In China haben derzeit mehr als 200 Millionen Menschen Zugang zum Internet. Das Potenzial ist also enorm, eine Gegenöffentlichkeit zu schaffen, die nur schwer kontrolliert werden kann.

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